FUPA 18.Mai berichtet:

Aufgeholt und am Ende ausgekontert

Der VfR Fischeln holt nach schwacher erster Hälfte nach der Pause einen 0:2-Rückstand beim SC Düsseldorf-West auf und kassiert kurz vor dem Ende das 2:3.
Mit einer 2:3 (0:2)-Niederlage im Gepäck kehrte der VfR Fischeln am Mittwoch vom Nachholspiel beim SC Düsseldorf-West zurück in die Seidenstadt. Die Krefelder bleiben trotzdem ehrenwerter Tabellenvierter, versäumten es aber insbesondere durch eine schwache erste Halbzeit, den Vorsprung auf die Verfolger aus Velbert und Homberg auszubauen.

Auf drei Positionen änderte Trainer Josef Cherfi seine Anfangsformation gegenüber dem Schonnebeck-Spiel. Emre Özkaya kam für den verletzten Kevin Breuer und rückte auf die rechte Seite, Dominik Oehlers übernahm den Part im zentralen Mittelfeld. Simon Kuschel und Damian Raczka ersetzten Philipp Wiegers und Burak Akarca in der Viererkette. Auf der Ersatzbank saß erstmals Christos Pappas, der durch seine langwierige Verletzung seit dem zehnten Spieltag fehlte.

Das Spiel selbst war aus Fischelner Sicht mit Sommerkick noch wohlwollend umschrieben. Nach vorne ging so gut wie gar nichts, und in der eigenen Hälfte leisteten sich die Krefelder ein paar dicke Klöpse. So wie der Fehlpass von Raczka, der das 1:0 einleitete. West kam über den rechten Flügel, und die anschließende Flanke grätschte Philip Reichardt bei seinem Klärungsversuch ins eigene Tor. Reichardt war wenige Minuten später allerdings Ausgangspunkt des 2:0. Denn auch er leistete sich einen folgenschweren Fehlpass, so dass Ryutaro Omote im Sechzehner zum Abschluss kam und Keeper Halil Özcelik mit einem Schuss in den oberen rechten Winkel keine Abwehrchance ließ. Den Gastgebern, die mit größerem Engagement zur Sache gingen, boten sich im ersten Durchgang insgesamt noch mehr Möglichkeiten, so dass die Krefelder zur Pause mit dem 0:2 noch gut bedient waren.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit steigerten sich die Grün-Weißen. Özcelik bewahrte sein Team aber mit zwei guten Paraden zunächst vor dem 3:0 der Landeshauptstädter. Nach Zuspiel von Oehlers gelang dem jungen Dustin Orlean der Anschlusstreffer, und fortan waren die Gäste am Drücker. Ein abgefälschter Schuss von David Machnik führte schließlich zum Ausgleich. Kurz darauf feierte Pappas sein Comeback, und mit ihm blieb Fischeln tonangebend. Wenige Minuten vor dem Spielende wurde der VfR aber klassisch ausgekontert. Der pfeilschnelle Omote war über die Außenbahn auf und davon, und im Zentrum traf der eingewechselte Murat Yildiz zum 3:2. Quin Kruijsen, dessen Verbleib beim VfR noch offen ist, sah am Ende der regulären Spielzeit noch die Rote Karte wegen Beleidigung. Angesichts seiner Äußerung eine zu harte Entscheidung gegen den Niederländer.

Auch Cherfi sah in seinem Resumée den Platzverweis kritisch: „Da hat der Schiedsrichter wenig Fingerspitzengefühl gezeigt. Ansonsten haben wir in der ersten Halbzeit die schlechteste Leistung dieser Saison gezeigt. Keine Ideen, keine Laufbereitschaft. Auch das Stellungsspiel in der Defensive war schlecht. Damit kann ich nicht zufrieden sein.“