FUPA 14.Mai berichtet:

Die Fischelner Siegesserie ist gerissen

Nach fünf Siegen in Folge unterliegt der VfR dem effektiveren Tabellenzweiten SpVg. Schonnebeck mit 1:2. Die Krefelder behaupten aber den starken vierten Platz. Philip Reichardt trifft erneut und erzielte sein neuntes Saisontor.
Nach fünf Siegen in Folge musste sich der VfR Fischeln erstmals wieder strecken. Die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi unterlag dem Tabellenzweiten SpVg. Schonnebeck äußerst knapp mit 1:2. Wie im Hinspiel waren die Krefelder über weite Strecken das spielerisch kreativere Team, scheiterten aber erneut an der Effektivität der Gäste.

Trotz der Niederlage bleibt der VfR Tabellenvierter und hat gute Aussichten, die Saison auch auf diesem Tabellenplatz zu beenden. Cherfi reagierte hinterher gelassen, warf aber auch direkt einen Blick in die Zukunft: „Schonnebeck war einfach cleverer. Daraus müssen wir Lehren ziehen und die Fehler, die wir gemacht haben, in der nächsten Saison abstellen.“

Die Grün-Weißen nahmen gegen das gut organisierte Gäste-Kollektiv direkt Fahrt auf, lagen aber schon in der Anfangsphase hinten. Nach einem Foul von Philipp Wiegers zeigte Schiedsrichter Sven Grolik auf den Punkt. Marc Enger ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte gegen den chancenlosen Halil Özcelik. Fischeln zeigte sich aber vom Rückstand unbeeindruckt und setzte die Gäste erneut unter Druck. Bis zum Sechzehner gelang das auch mit durchaus sehenswerten Kombinationen, für Abschlüsse reichte es bis zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Ein Grund war die körperliche Überlegenheit der Schonnebecker Innenverteidigung, die bei Flanken kaum in Not geriet.

Um so erstaunlicher war, dass der Ausgleich per Kopf erzielt wurde. Nach einem Freistoß von Kevin Breuer wuchtete sich Philip Reichardt gnadenlos durchs Zentrum und traf zum 1:1. Für den 28-Jährigen, der damit in den letzten vier Spielen jeweils einmal traf, bedeutete dies bereits der insgesamt neunte Saisontreffer. Eine bemerkenswerte Quote für einen Defensivspieler. Fischeln blieb das spielerisch gewitztere Team und profitierte auch von einer starken Leistung von David Machnik, der gegen die gradlinigen Gäste viele Bälle ablief und auch im Zweikampf für Balleroberung sorgte. Auch die Führung wäre möglich gewesen, aber sowohl Dustin Orlean (33.) – erneut mit einer guten Leistung – als auch Alexander Lipinski (35.) scheiterten an Schlussmann André Bley. Einen der bis dahin wenigen Möglichkeiten der Gäste vereitelte Özcelik gegen Enger (40.).

In der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen weitestgehend in der Gästehälfte ab. Dominik Oehlers hatte mit einem Abschluss Pech weil dieser knapp am langen Pfosten vorbei trudelte (53.) und eine Flanke von Breuer fischte Bley aus dem langen Eck (57.). Schonnebeck lauerte in dieser Phase vermehrt auf Konter und diese Taktik ging mit zunehmender Spielzeit auf, weil der VfR etwas seine Linie verlor und hinten mehr Räume preis gab. Özcelik verhinderte zunächst gegen Kevin Barra einen Rückstand (66.), war aber nur eine Minute später gegen den frei gespielten Kai von der Gathen machtlos. Der VfR rappelte sich zwar noch einmal auf, war aber unterm Strich nicht mehr zwingend genug.

Quelle: fupa