Fischelns Heimfluch hält auch gegen Monheim an

Gegen den Aufsteiger verlor der VfR, in der Defensive erneut überfordert, nach schwacher zweiter Hälfte 2:4.
Es soll einfach nicht sein für den VfR Fischeln. Auch ihr siebtes Heimspiel verlor die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi, diesmal mit 2:4 gegen den 1. FC Monheim. Dabei waren die Grün-Weißen vor der Begegnung noch optimistisch gewesen und wollten den Schwung des 3:0-Auswärtssieges in Düsseldorf mit in die Begegnung nehmen.

Doch der erste Dämpfer erfolgte bei stürmischem Herbstwetter sofort, denn nach einem vorsichtigen Abtasten in den ersten Minuten zeigte sich gleich nach sieben Minuten die Unsicherheit der Hausherren. Ein eigentlich recht ungefährlicher Angriff der Gäste landete bei Christos Pappas. Der versuchte, anstatt einfach zu Torwart Hendrik Sauter zurück zu spielen, den Ball selbst aus der Gefahrenzone zu bringen. Sein Befreiungsschlag wurde von einem Gegner geblockt und sprang so vor das Tor. Der eigene Keeper, in Erwartung des Rückpasses neben das Tor gelaufen, hatte keine Chance, rechtzeitig an die Kugel zu kommen, und so drückte Gästestürmer Eray Bastas den Ball aus einem Meter über die Linie.

Anders als in den vergangenen Heimspielen fielen die Gastgeber zunächst nicht auseinander, sondern antworteten offensiv. Doch weder Philipp Wiegers, der nach Freistoßflanke die Latte traf (9.), noch Dustin Orlean freistehend aus zehn Metern (13.) erzielten den Ausgleich. In der 20. Minute blieb nach einer Ecke die nächste Chance ungenutzt, als Monheim mehrfach den Ball nicht wegbrachte, doch drei Fischelner ihn nicht über die Linie brachten. Der mittlerweile hochverdiente Ausgleich fiel dann in der 27. Minute per Elfmeter, den Kevin Breuer verwandelte.

Nach dem Wechsel gelang gar nichts. Monheims Benjamin Schütz kam erst in der 48. freistehend zum Kopfball und traf zum 1:2. Drei Minuten später drückte er einen Abstauber zum 1:3 in die Maschen, und in der 62. verwandelte er zum Hattrick, nachdem Monheim zuvor Katz und Maus mit der Fischelner Deckung gespielt hatte.

Diese kamen nur noch zum 2:4 in der 81. durch einen Kopfball von Stefan Linser. Insgesamt passte sich in der zweiten Hälfte das Spiel der Gastgeber dem immer schlechter werdenden Wetter an. Trainer Cherfi sagte: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit vom 1:2 verunsichern lassen und nicht erholt. Danach haben wir nicht mehr in unser Spiel gefunden.“

Dann blickte er bereits auf das schwere Spiel in Essen am Dienstag voraus: „Dort sind wir Außenseiter. Essen ist ein starkes Team, und für uns kommt es darauf an, unser Selbstvertrauen zu finden.“ Punkte wären dort aber umso wichtiger, immerhin bleibt der VfR auf einem Abstiegsplatz. Mut aber macht die Auswärtsbilanz mit zehn Punkten aus sechs Spielen.

Quelle: fupa