Trendwende gegen den Tabellenführer?

Es ist sicher gewagt, einen Vergleich zwischen Profi- und Amateurfußball anzustellen, in diesem Fall aber drängt er sich auf. Der 1. FC Köln und der VfR Fischeln eilten in den letzten Jahren – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – von Erfolg zu Erfolg und verwöhnten ihre Fans mit tollen Platzierungen.

In diesem Jahr folgt der Absturz, der bei den Domstädtern allerdings noch wesentlich heftiger ausfällt und schon jetzt auf einen unausweichlichen Abstieg hindeutet. Soweit ist es in Fischeln nach lange nicht und doch hat man ebenso wie in Köln das Gefühl: was immer die Mannschaft auch anstellt, der Fußballgott will nicht mitspielen. Fraglos hat das Team von Josef Cherfi in dieser Saison einige völlig verdiente Niederlagen kassiert, bei manchen Partien muss man sich aber schon fragen, womit das in der Vergangenheit so überzeugende Team dies verdient hat. So sehr man sich angesichts der Verletztenmisere auch in die Spiele hineinkämpft, so sicher scheinen die Nackenschläge geradezu auf die Fischelner zu warten. Reihenweise Gegentore aus dem Kuriositätenkabinett, die man normalerweise einmal in 10 Jahren kassiert, Punktgewinne, die im letzten Moment noch zunichte gemacht werden, reihenweise Pleiten, Pech und Pannen.

In Essen der vermeintliche Siegtreffer in der vorletzten Minute, der dennoch nicht zu 3 Punkten führt; letzte Woche eine zweimalige Führung bei sintflutartigem Regen und dennoch die Niederlage in der Nachspielzeit. Es scheint wie verhext und immer scheinen die Gegner gerade gegen Fischeln zur Höchstform auszulaufen und das Glück für sich allein gepachtet zu haben. Nun geht ausgerechnet mit dem Heimspiel am kommenden Sonntag um 14.15 Uhr mit der Partie gegen den Tabellenführer aus Straelen die Hinrunde an der Kölner Straße zu Ende. Ein aussichtsloses Unterfangen? Fast scheint es so, aber jedes Team wächst mit seinen Aufgaben. Irgendwann muss es sich bewahrheiten, dass die Götter dem helfen, der sich selbst hilft und dass die Grünweißen den Charakter und die tollen Eigenschaften, die sie solange ausgezeichnet haben, nicht über Nacht verloren haben können.

Stichwort Hilfe: wer dem Verein nahesteht oder den Fischelner Fußball unterstützen will, ist gerade jetzt gefordert, dem Team den Rücken zu stärken. Gemeinsam geht’s einfacher.
br.