„Überraschungsteam“ der Liga

Eines kann man dem VfR Fischeln nicht vorwerfen: langweilig wird es selten! Stattdessen verkörpert das Team auch in dieser Saison eher das Unvorhergesehene. Legte die Oberliga-Truppe in den letzten 3 Spielzeiten einen Bilderbuchstart nach dem nächsten hin und lehrte die Konkurrenz das Fürchten, bleiben die Grün-weißen auch in dieser Spielzeit in aller Munde und die Fans reiben sich Augen. Anders allerdings, als es allgemein
erwünscht war. Mit nur einem Sieg aus 4 Spielen findet man sich urplötzlich auf einem Abstiegsrang wieder. Gleichzeitig aber kann man Entwarnung geben: wer die Mannschaft spielen sieht, kann gegenüber den
Vorjahren keinen so alarmierenden Verlust an positiven Grundeigenschaften erkennen, wie es die bisherigen Ergebnis vermuten lassen. Nur die Leichtigkeit beim Erarbeiten und Verwerten von Torchancen fehlt eben noch.

Wenn erstmal wieder alle Rädchen ineinander greifen – und das kann angesichts des eingespielten Teams nur eine Frage von Tagen sein – werden die Jungs von Cheftrainer Josef Cherfi die Tabelle von hinten aufrollen. Erste positive Signale waren am vergangenen Sonntag erkennbar, als man nach guter kämpferischer Leistung den starken Landesligisten SV Sonsbeck in die Knie zwang und in die 3. Pokalrunde einzog. Von konditionellen Problemen war da schon nichts mehr zu sehen. Vielleicht richtet sich der Blick schon nach der Meisterschaftspartie am kommenden Sonntag wieder nach oben, wenn sich um 15.00 Uhr mit TURU Düsseldorf der aktuelle Tabellensiebte an der Kölner Straße vorstellt. Bis auf die Verteidiger Simon Kuschel und Kevin Enke können die Trainer personell aus dem Vollen schöpfen.

Vielleicht lässt sich dann endlich das erste Heimtor der Saison bejubeln und wenn am Ende noch ein Sieg herausspringt, dann sieht die Fischelner Fußballwelt gleich wieder ganz anders aus.
br.