fupa berichtet:

„Uns fehlen die Alternativen“

Fischeln hat es am Sonntag bei ETB Schwarz-Weiß Essen alles andere als leicht
Beim VfR Fischeln ist die personelle Not groß. Die abstiegsbedrohten Krefelder sind am Sonntag beim ETB SW Essen zu Gast. Auch am Uhlenkrug hängen die Trauben sehr hoch.

Vier wertvolle Langzeitverletzte, hausgemachte mangelnde Fitness bei verbliebenen Schlüsselspielern und Akteure, die zwangsweise zu früh in den Ring müssen. Dazu weitestgehende Unerfahrenheit im Abstiegskampf und ein erschütterter Glaube an die eigene Stärke. Ein gefährlicher Mix, der den in den vergangenen drei Jahren so erfolgsverwöhnten VfR Fischeln derzeit fest im Griff hat. Sieben Punkte aus neun Spielen, das bedeutet aktuell den 16. Tabellenplatz, der am Saisonende eine Etage tiefer führt. Keine Frage, auf die Grün-Weißen wartet nach heutigen Stand ein beschwerlicher Weg mit ungewissem Ausgang.

Am Sonntag hängen die Trauben wieder hoch. Denn die Cherfi-Auswahl ist um 15 Uhr beim ETB SW Essen zu Gast. Der Tabellendritte stellte besonders zuhause seine neu gewonnene Stärke unter Beweis und gab am Uhlenkrug bisher noch keinen Punkt ab. 26 Treffer erzielten die Gastgeber bisher – so viele wie kein anderes Team. Diese Ausbeute ist eng verbunden mit Marvin Ellmann. 15 Saisontore stehen auf dem Konto des Torjägers, der damit zweimal häufiger traf als das gesamte Fischelner Team zusammen.

Die Frage nach dem Favoriten stellt sich nicht. Auch für Fischelns Trainer Josef Cherfi: „Es ist eine ganz schwierige Zeit für uns. Momentan ist daher jeder gegen uns der Favorit. Uns erwartet eine ganz schwere Aufgabe.“ Mit maximal 14 Feldspielern wird der VfR die Reise nach Essen antreten, darunter wieder der eine oder andere A-Jugendliche. Mit Christian Sadlowski und André Kubaritsch kamen zwei Nachwuchsspieler beim 2:5 gegen Hiesfeld bereits zum Einsatz. Kubaritsch kam erst kurz vor Schluss, der früher eingewechselte Sadlowski fügte sich mit einem selbstbewussten Auftritt nahtlos ein. Wunderdinge in einem unzureichend funktionierenden System sind von den Youngstern aber nicht zu erwarten. Das verdeutlicht noch einmal die personelle Misere, zumal Philip Reichardt und Semih Ergin entgegen anders lautender Hoffnungen noch immer nicht zur Verfügung stehen.

Was die nächsten Wochen angeht, gibt sich Cherfi realistisch: „Uns fehlen derzeit die Alternativen. Aber das ist so, wie es ist. Wir müssen jetzt versuchen, wie die Eichhörnchen fleißig Punkte zu sammeln, um den Abstand zu den anderen Mannschaften nicht zu groß werden zu lassen. In der Winterpause werden wir dann wohl auch personell nochmal nachlegen.“

Nach der schwachen ersten Hälfte gegen Hiesfeld zeigten Kevin Breuer & Co. zumindest, dass sie mittlerweile in der Lage sind, sich in der zweiten Halbzeit zu steigern, was in den ersten Begegnungen nicht der Fall war. „Da hat Hiesfeld zwar einen Gang runter geschaltet, aber die Mannschaft hat sich wieder bewegt, agiert und sich gewehrt. Nach dem frühen 0:1 war sie in der ersten Halbzeit noch verunsichert. Unser Ziel muss es sein, auch bei einem Gegentor im Spiel zu bleiben. Aber Theorie und Praxis sind eben Zweierlei.“ Christos Pappas droht im Übrigen die 5. Gelbe Karte.

Quelle: fupa