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VfR Fischeln ist für den Oberliga-Start gerüstet

FOTO: Lothar Strücken

Das Aufgebot des VfR Fischeln für die Oberliga-Saison 2017/18;
oben v.li.: Ralf Rusbült (Mannschaftsmanager), Josef Cherfi (Trainer), Dominik Oehlers, Kevin Breuer, David Machnik, Phlipp Baum, Stephan Maas (Cotrainer) und Sven Kegel (Cotrainer).
Mitte v.li.: Karsten Sabel (Betreuer), Emre Özkaya, Dustin Orlean, Burak Akarca, Kevin Enke, Christos Pappas, Philipp Wiegers, Ludwig Kofo Asenso, Werner Fuck (Abteilungsleiter) und Michael Rothe (Betreuer).
Unten v.li.: Luca Esposito, Simon Kuschel, Batuhan Tasci, Laurin Beer, Hendrik Sauter, Leon Buschen, Robert Norf, Maiko Becker und Semih Ergin.
Es fehlen: Stefan Linser, Quin Kruijsen, Halil Özcelik, Philip Reichardt und Ingo Rubenzer (Torwarttrainer).

Trainer Josef Cherfi peilt einen Platz unter den ersten sechs Teams an. Am Sonntag geht es zum Aufsteiger VfB Speldorf.
Von Uwe Worringer

Achter, Sechster, Vierter. So lauteten die Platzierungen des VfR Fischeln in den vergangenen drei Spielzeitzeiten seit dem Aufstieg in die Oberliga. Führt man diese positive tabellarische Entwicklung gedanklich konsequent weiter, sollten die Südstädter in der am Wochenende beginnenden Saison 2017/18 ein weiteres Kapitel sportlicher Erfolge aufschlagen.

Derartige Ansprüche hat man an der Kölner Straße aber nicht. Trainer Josef Cherfi gibt sich zwar aus gutem Grund selbstbewusst, aber was die Qualität seiner Mannschaft angeht, verfolgt wie in den vergangenen Jahren in erster Linie eine andere Maxime: „Für uns steht im Vordergrund, dass wir die Mannschaft und die Spieler selbst weiter entwickeln wollen. Das gilt besonders für unser Defensivverhalten. Sicher haben wir das Potenzial, unter die ersten sechs Mannschaften zu kommen. Aber in einer Saison kann viel passieren und wir haben schon öfters Phasen gehabt, in denen es nicht so gut lief. Von daher wollen wir primär so schnell wie möglich die 40 Punkte einfahren. Egal, wo ich am Ende hin will.“

Nach dem Aufstieg des KFC Uerdingen lässt sich die Frage nach klaren Favoriten nicht so leicht beantworten. Zum Kreis der favorisierten Teams sind aber vorneweg die SpVg. Schonnebeck und der 1. FC Bocholt zu nennen. Beide Kontrahenten des VfR sehen sich auch durchaus in der Rolle der Aufstiegskandidaten.

Für Cherfi kommen aber auch noch andere Teams in Frage: „Baumberg und Hiesfeld haben sich enorm verstärkt und Hamborn ist auch nicht zu unterschätzen. Das wird ein Hauen und Stechen um die vorderen Plätze. Daher glaube ich, dass es eine sehr interessante Saison wird.“ Gespannt sein darf man auch, wie die fünf Aufsteiger abschneiden werden. Vor allem dem SV Straelen trauen viele eine ordentliche Rolle zu.

Mit der Vorbereitung war Cherfi nicht ganz zufrieden. Urlaube und die eine oder andere kleinere Verletzung sorgten dafür, dass nicht alle Spieler den nötigen Fitnessstand haben. Dahingehend sieht sich der VfR-Coach aber nicht in einer Ausnahmesituation: „Diese Probleme haben andere sicher auch. Unser Vorteil ist, dass die Mannschaft komplett eingespielt ist, weil der Stamm geblieben ist. Fußballerisch mache ich mir keinen Kopf. Die Frage ist, wie lange die Luft reicht.“ Die letzten Testspiele stimmten zumindest positiv. Bei der knappen Niederlage gegen die U23 von Roda Kerkrade (0:1) und im Niederrhein-Pokal gegen Blau-Weiß Oberhausen (15:1) legte der VfR jeweils einen starken Auftritt hin. Erfreulich ist, dass Christos Pappas weiter zu sein scheint, als gedacht. Auch Stefan Linser bescheinigte Cherfi nach dessen Oberschenkelverletzung eine gute Entwicklung: „Gegen Kerkrade hat er gespielt wie in seinen besten Zeiten.“

Zum Auftakt ist der VfR am Sonntag beim Aufsteiger VfB Speldorf zu Gast. Das erste Heimspiel bestreitet die Cherfi-Elf am gegen Vizemeister SpVg. Schonnbeck. Neuzugang Maiko Becker, der aus der A-Liga kam, hat zwar in Sachen Taktik und Tempo noch Nachholbedarf, scheint aber auf einem guten Weg zu sein. Der Ex-Baumberger Ludwig Kofo Asenso braucht nach langer Verletzungspause sicher noch Zeit, dürfte aber dann die erhoffte Verstärkung für die Defensive sein. Einziges Sorgenkind ist derzeit Simon Kuschel. Der Youngster hat Schambein-Probleme und ist derzeit nicht im Training.
Quelle: RP-online