RP berichtet

VfR Fischeln startet mit acht Zugängen

Fischelns Neue: Stehend von links: Maiko Becker, Ludwig Kofo Asenso, Josef Cherfi (Trainer), Sven Kegel (Cotrainer), Leon Buschen und Hendrik Sauter. Sitzend von links: Robert Norf, Batuhan Tasci, Luca Esposito und Laurin Beer.

Der Oberligist ist in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit gestartet. Die Ziele, die sich der Vorjahresvierte gesetzt hat, sind gewohnt bescheiden. Sven Kegel verstärkt das Trainerteam um Josef Cherfi.

Ziemlich genau sechs Wochen vor dem Start der Oberligasaison 17/18 versammelte Fischelns Trainer Josef Cherfi gestern zum ersten Mal die Seinen um sich. Urlaubsbedingt fehlten noch Burak Akarca, Semih Ergin, Simon Kuschel, Philip Reichardt und Emre Özkaya. Vollständig erschienen war dafür das Torwartquartett, das in der kommenden Spielzeit zum Kader der Grün-Weißen gehören wird. Jeweils als Pärchen absolvierten Halil Özcelik, Leon Buscher (entstammt dem eigenen Nachwuchs), Henrik Sauter (wechselte von der U-19 des FC Schalke 04) und Laurien Beer (kommt von der U-18 von Fortuna Düsseldorf und soll vorrangig in der Fischelner A-Jugend spielen) ihre Übungen. Gar noch zwei Jahre spielberechtigt für die A-Jugend ist Luca Esposito, der aber trotzdem schon das komplette Saisonvorbereitungsprogramm der Ersten mitmachen wird. Keine Rolle in den Überlegungen von Trainer Cherfi spielt mehr Damian Raczka, der absprachegemäß auch gestern schon nicht mehr zum Training an der Kölner Straße erschienen war.

Was die Frage nach dem Saisonziel anbelangt, so gibt man sich in Fischeln gewohnt bescheiden, will die Reihe der zuletzt erzielten Platzierungen mit den Rängen acht, sechs und vier nicht zwangsläufig fortgesetzt sehen. „Wir wollen uns weiterentwickeln. Die Platzierung, die am Ende dabei rausspringt, ist da eher zweitrangig“, sagt Cherfi, der seit sieben Jahren in Fischeln das sportliche Sagen hat. Bodenständig geerdet klingt auch das, wenn Abteilungsleiter Fußball, Werner Fuck von einem einstelligen Tabellenplatz spricht.

Damit das mit der Weiterentwicklung auch klappt, wurde das Trainerteam um Sven Kegel erweitert. Neben Stefan Maas ist Kegel, der langjährige Spieler des KFC Uerdingen und des VfR Fischeln, weiterer Co-Trainer. „Wir sind alle drei noch berufstätig und mitunter immer mal wieder verhindert. Zudem trainiere ich gerne auch mal in kleineren Gruppen“, sagt Cherfi und zeigt damit die Vorteile dieser personellen Verstärkung auf.

Erstmals in der Geschichte der Oberliga gab es keinen Absteiger aus der vierten Liga bzw. gleich fünf Aufsteiger aus den Fußball-Landesligen. Da steht dann zwangsläufig ein interessantes neues Feld in den Startblöcken mit vielen unbekannten Komponenten. Einen Topaufstiegsfavoriten, wie es in der vergangenen Spielzeit der KFC Uerdingen war, gibt es auch nicht mehr. Sicherlich werden Schonnebeck und Bocholt deswegen wieder ganz vorne erwartet, aber ob die Velberter wieder dazu gehören, scheint eher fraglich, als wie die personell gut ergänzten Homberger.

Wenn die Hiesfelder gar einmal so eine Hinrunde hinlegen, wie es ihnen schon zwei Mal in der zweiten Serie gelungen ist, könnten sie mit ihrer starken Offensivabteilung auch oben mitmischen. Dies gilt, wenn alle Neuen das halten, was sie versprechen bzw. vorher in ihren alten Clubs ablieferten, dann auch unbedingt für die Baumberger.

VfB Hilden, SC Düsseldorf-West, Germania Ratingen oder TuRU Düsseldorf bleiben da eher ein Buch mit sieben Siegeln. Auf den ersten Blick scheinen diese Vier für alles in Frage zu kommen – auch ab Platz 9 abwärts. Schwarz-Weiß Essen versucht wieder mit personellen Klimmzügen, endlich einmal nicht unten herumzukrebsen. Dies ging in den vergangenen drei Jahren stets in die Hose, und nur hauchdünn wurde zuletzt der Supergau vermieden – was Meerbusch nicht schaffte.

Eine ganz schwere zweite Spielzeit wird dem SC Cronenberg, im letzten Moment noch so von der Schüppe gesprungen, prophezeit. Von den Neulingen wird dem souverän hochgegangenen SV Straelen viel zugetraut. Den VfB Speldorf hatte dagegen, wie auch den DSC 99 Düsseldorf, in Sachen Aufstieg nicht so viele auf der Rechnung. Deswegen wird ihr künftiger Weg besonders verfolgt, wobei gerade die Speldorfer vor einigen Jahren, unter dem früheren Schiefbahner Spieler Oliver Röder als Trainer, schon einmal so hoch spielten. Der 1. FC Monheim und der FSV Vohwinkel blicken auf eine besondere Erfolgsgeschichte zurück: Sie waren in der Spielzeit 2016/2017 als Aufsteiger ins Rennen gegangen, wollten eigentlich nur die Klasse halten und stiegen erneut auf. Da könnte dann aber bei der rauen Oberligaluft schon guter Rat teuer sein.
Quelle: RP