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Fischeln am Boden

Der VfR führt 3:1, muss sich aber gegen den 1. FC Bocholt mit einem 3:3 begnügen. Die Konkurrenz im Abstiegskampf gewinnt. Der Rückstand vergrößert sich auf acht Punkte. Machnik verletzt sich erneut, Oehlers sieht Gelb-Rot.
Für den VfR Fischeln führt nach dem 31. Spieltag wohl kein Weg mehr am Abstieg vorbei. Die Krefelder kamen zuhause gegen den 1. FC Bocholt nicht über ein 3:3 (2:1)-Unentschieden hinaus. Dieser Punkt gegen einen starken Gegner wäre in jeder anderen Lage aller Ehren wert gewesen. Doch im Abstiegskampf war die Punkteteilung zu wenig, da sowohl TuRU Düsseldorf als auch der VfB Hilden ihre Partien gewannen.

Der Rückstand beträgt aktuell acht Punkte und könnte mit einem Sieg im Nachholspiel in Velbert am kommenden Donnerstag auf fünf reduziert werden. Bei drei ausstehenden Spieltagen wäre selbst das wohl ein fast aussichtsloses Unterfangen, zumal sich David Machnik erneut verletzte. In Velbert fehlt außerdem Dominik Oehlers. Der Torjäger handelte sich in den Schlusssekunden nach einer starken Vorstellung wegen Meckerns eine völlig überflüssige Gelb-Rote Karte ein.

Das Spiel selbst hatte es von Beginn an in sich. Nach einem kapitalen Fehler von Keeper Hendrik Sauter lag der VfR durch André Bugla schon nach 38 Sekunden zurück. Aber den Grün-Weißen gelang eine blitzschnelle Wende. Nach 118 Sekdungen glich Dustin Orlean aus und Oehlers gelang nach einem Freistoß von Christos Pappas in der fünften Minute das 2:1. Die Gäste erspielten sich nach und nach ein Übergewicht und versuchten immer wieder, den VfR mit Diagonalpässen auszuhebeln. Aber die Defensive der Krefelder ließ nicht fiel zu. Sauter, der nach seinem Patzer fehlerfrei blieb, vereitelte eine Gästechance und der aufgerückte Niklas Möllmann setzte einen Kopfball über das Tor (34.).

Der VfR wehrte sich auch nach der Pause nach Kräften, nahm sich aber in einigen Szenen durch unglückliche Laufwege die Räume. Trotzdem ergaben sich gute Chancen. Ein Kopfball von Sebastian Görres ging knapp drüber (52.) und kurz danach bediente Oehlers den freien Machnik, der sich – das Tor vor Augen – in dieser Szene verletzte (53.). Oehlers war auch Ausgangspunkt des 3:1, als er zwei Gegenspieler auf sich zog und per Hacke blind auf Torschütze Christian Sadlowski ablegte (74.). Im Überschwang nahmen sich die Gastgeber aber eine fatale Auszeit.

So gelang dem FC durch Justin Bock (75.) und Bugla (77.) der schnelle Ausgleich. Bocholt wollte nun auch den Sieg. Sauter verhinderte aber mit einer Glanzparade einen weiteren Treffer (78.) und Philip Reichardt klärte einmal in höchster Not (81.). Natürlich wollte auch der VfR in der intensiven Schlussphase den Siegtreffer. Den hatte der junge Gianni Wittenberg auf dem Fuß, zögerte aber einen Moment und wurde schließlich geblockt (89.).

Cherfi stand nach dem Spiel ebenso wie seinen Spielern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben es bis zum 3:1 taktisch gut gemacht. Aber im Moment überwiegt natürlich der Frust, dass wir den Sieg nicht mitgenommen haben. Nach dem 3:1 waren wir uns offenbar zu sicher. Jetzt ist die Lage für uns noch beschissener als vorher.“

Quelle: fupa