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Fischeln peilt im elften Heimspiel den ersten Sieg an

Im Abstiegskampf der Oberliga empfangen die Grün-Weißen den VfB Homberg.
Den Spielern des VfR Fischeln konnte man keinen Vorwurf machen. Bei der 3:4-Niederlage gegen den VfB Speldorf am vergangenen Wochenende gaben die Grün-Weißen alles. Das honorierten auch viele der VfR-Anhänger, die trotz der neunten Heimniederlage im zehnten Anlauf mit dem gezeigten Einsatz zufrieden waren.

Doch aller Einsatzwille reichte eben nicht, um im Kampf um den Klassenerhalt wertvollen Boden gut zu machen. Denn dazu offenbarte die Cherfi-Elf erneut zu viele Fehler in der Defensive. Eine Schwäche, die den Klub aus dem Krefelder Süden nicht erst seit dieser Saison begleitet und dem Gegner das Toreschießen zu einfach macht. Dass drei eigene Treffer für Zählbares nicht ausreichten, steht für sich. Positiv gesehen sollte es der Mannschaft aber einen Schub geben, in dem sie erkennt, im Existenzkampf durchaus in der Lage zu sein, trotz fehlender Leistungsträger jederzeit für Torgefahr sorgen zu können. Dem stimmt Trainer Josef Cherfi zu, weist aber zu Recht auch auf die Kehrseite der Medaille hin: „Sie weiß aber auch, dass sie leicht Gegentore bekommt. Und das verunsichert.“

Am Sonntag folgt das nächste von 15 verbliebenen Endspielen, um am Ende vielleicht doch noch über dem Strich zu stehen. Der Rückstand beträgt unverändert sechs Punkte. Wobei zu berücksichtigen ist, dass die Hausherren bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben als die Konkurrenz und im Abstiegskampfein vergleichsweise schlechtes Torverhältnis aufweisen. Gegner an der Kölner Straße ist ab 15 Uhr der VfB Homberg, der sich zu Jahresbeginn mit dem Ex-Uerdinger Danny Rankl verstärkte. Der Tabellenneunte startete respektabel ins neue Jahr, unterlag zum Auftakt beim Tabellenführer SF Baumberg nur knapp mit 1:2 und trennte sich zuletzt torlos vom Tabellensiebten SC Düsseldorf-West. Das Hinspiel, in dem sich Kevin Enke schwer verletzte, entschieden die Ruhrgebietler mit 3:0 für sich.

Bei der Fehleranalyse in der Trainingswoche stand natürlich das Verhalten bei der Defensivarbeit im Mittelpunkt. Dass derzeit keine gelernten Innenverteidiger zur Verfügung stehen, macht die Sache naturgemäß nicht leichter. Christos Pappas und Philip Reichardt füllten zuletzt die vorhandenen Lücken, fehlen aber als Abräumer und Impulsgeber vor der Abwehr. Und so zieht sich der Qualitätsverlust von hinten bis in die Spitze. Entscheidend für einen dringend benötigten Sieg wird aber die Einstellung sein. Dann dürfte auch trotz der personellen Misere der Lohn nicht lange auf sich warten lassen. Erfreulich ist, dass Simon Kuschel wieder an Bord ist und nach langer Verletzungspause direkt ein belebendes Element war. Das galt aber auch für einige andere Youngster, auf die es in der entscheidenden Phase ebenfalls ankommen wird.

Quelle: fupa