Vorgezogene Auferstehung?

Die leidgeprüften Fans des VfR Fischeln rieben sich in den vergangenen Wochen ungläubig die Augen.

War das die selbe Truppe, die sich bisher so mühsam durch die Saison gequält hatte?
Die, egal ob nach ansprechenden oder enttäuschen Leistungen, am Ende meist mit leeren Händen dastand? Die in den entscheidenden Momenten die entscheidenden Fehler und dem Gegner großzügige Geschenke machte? In den Partien gegen die Düsseldorfer Clubs SC West und Turu jedenfalls schien eine andere Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Eine, die vor Selbstbewusstsein strotzte, die die Gegner unter Druck setzte und nach Belieben ihre Chancen verwertete.

Jeweils 4 Treffer gelangen in beiden Spielen und fast konnte man angesichts dieses „Laufes“ bedauern, dass die Begegnung am vergangene Sonntag dem Wetter zum Opfer fiel. Denn selbst in Velbert schien ein Erfolg plötzlich im Bereich des Möglichen. Die Gründe für diese Entwicklung sind schnell aufgezählt. Mit Simon Kuschel hat die Abwehr neue Kompaktheit gefunden, Türkei-Rückkehrer Haktan Cakir setzt im Mittelfeld aggressive Impulse und Neuzugang Michael Andres scheint die perfekte Ergänzung zum Sturmkollegen Dominick Oehlers zu sein. In den ersten beiden Spielen seit seinem Wechsel aus Speldorf erzielte der Wirbelwind 3 Tore und öffnete viele Räume für seine Mitspieler. Plötzlich scheint alles ganz einfach.

Doch noch stehen 11 Partien für die Cherfi-Elf auf dem Spielplan und jede davon wird zu einem Endspiel. Der Coach aber scheint dem Team die Unbeschwertheit früherer Tage eingeimpft und an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben und in der Tat: bereits am kommenden Sonntag würden sich die Grün-weißen um 15.00 Uhr mit einem Sieg im heimischen Willi-Schlösser-Sportpark gegen den direkten Konkurrenten SC Cronenberg und bei optimalen Verlauf der anderen Begegnungen in direkte Schlagdistanz Richtung Tabellen-Mittelfeld bringen. Können sie, die bereits hoffnungslos neben der Spur schienen, auch diesem Gegner ein paar Eier ins Nest legen? Für die Fans wäre es tatsächlich so etwas wie eine Auferstehung eine Woche vor Ostern. Reichlich Unterstützung hat sich die Mannschaft in jedem Fall verdient.

Vielleicht kann das Team, das sich in den vergangenen 3 Jahren zum Überraschungsteam gemausert hatte, diesmal für eine Überraschung der ganz anderen Art sorgen. Dann würden T-Shirts mit der Aufschrift „Klassenerhalt 2018 – ich war dabei“ sicher reißenden Absatz finden.
br