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Kraftakt von Misumi beschert VfR Last-Minute-Sieg durch Kuschel

Breuer sieht schon nach acht Minuten „Rot“. In Unterzahl bestimmt die Cherfi-Elf das Derby gegen den TSV Meerbusch II und setzt sich am Ende verdient durch.
Takuma Misumi dürfte tief geschlafen haben. Wenn ihn nicht die lautstarken „Taku“-Rufe von Kevin Enke mehrfach aus dem Schlaf gerissen haben, mit dem Fischelns Co-Trainer den Japaner in Diensten des VfR im Derby gegen den TSV Meerbusch nahezu minütlich antrieb. Der 26-Jährige avancierte schließlich zum Matchwinner der Krefelder, die nach einer frühen Roten Karte gegen Kevin Breuer ab der 8. Minute in Unterzahl spielen mussten.

Mit letzter Anstrengung tankte sich Misumi über die linke Seite durch, flankte und fand Simon Kuschel, der in der Schlussminute keine Mühe hatte den 2:1 (1:0)-Siegtreffer zu erzielen. Ein wichtiger Sieg für den Oberliga-Absteiger, der aufopferungsvoll kämpfte und trotz der Unterzahl über weite Strecken das Derby auch spielerisch bestimmte.

Fischeln übernahm direkt die Initiative. Den ersten Akzent setzte allerdings Jonah Samuel Nije Besong, der Breuer wegen Beleidigung vom Feld schickte. Die Entscheidung war einerseits vertretbar, andererseits aufgrund der Wortwahl äußerst hart. Vielleicht spielte es eine Rolle, dass der insgesamt gut leitende Schiedsrichter mit seinem Gespann unter Beobachtung stand und er deshalb keinen Handlungsspielraum sah. Kritik muss sich aber auch Breuer gefallen lassen, der beim VfR viele Freiheiten genießt und seiner Mannschaft diesmal einen Bärendienst erwies.

Die Unterzahl machte sich aber nicht so bemerkbar wie zu vermuten war. Das lag auch an den Gästen. Denn angesichts der Brisanz dieser Partie wirkte das Gästespiel eher limitiert und gehemmt. Selbst nach der Führung durch Misumi (28.) gelang es dem TSV nicht, einen Gang zuzulegen und den VfR nachhaltig unter Druck zu setzen. Durch gutes Stellungsspiel machte es der VfR dem Ortsnachbarn aber auch zusätzlich schwer.

Auch in der zweiten Halbzeit gingen die wesentlichen Aktionen von den Grün-Weißen um den allgegenwärtigen David Machnik aus. Nach Zuspiel von Jan Gräser hatte Sebastian Görres frei vor Keeper Jan Recker die Chance zum 2:0, doch der Youngster blieb nicht cool genug (46.) Die Gefahr lag lediglich darin, dass ihnen die Puste ausging. Daran lag es aber nicht, dass dem eher unauffälligen Kevin Dauser der Ausgleich gelang (60.). In dieser Szene stimmte nach einer Ecke die Zuteilung nicht. Dauser hatte danach noch eine dicke Chance für die Gäste, die nach dem 1:1 etwas aufkamen. Doch Hendrik Sauter parierte bestens (68.).

Das Spiel kippte wieder zu Gunsten des VfR, nachdem TSV-Akteur Yasin Bas die Ampelkarte sah (76.). Fischelns Trainer Josef Cherfi zollte nach dem Abpfiff seiner Mannschaft Respekt: „Wir haben auch mit zehn Mann das Spiel bestimmt und verdient gewonnen.“

Quelle: fupa